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Baumschutz in Bonn

Baumschutz in Bonn

Baumschutz in Bonn

Viele Parteien in Bonn betonen zwar öffentlich den Schutz von Bäumen, setzen in der Praxis aber häufig andere Prioritäten. Gerade bei größeren Bauprojekten und der sogenannten Nachverdichtung wird Wohnungsbau oft über den Erhalt gewachsener Grünstrukturen gestellt. Dadurch gehen nicht nur einzelne Bäume verloren, sondern ganze Lebensräume: Große Gärten und Grünflächen mit Gebüschen oder Gehölzen werden in Bonn zunehmend zerstückelt, wertvolle Rückzugsorte für Tiere verschwinden. Ersatzmaßnahmen wie z.B. Dachbegrünungen oder Nachpflanzungen können den Verlust kaum ausgleichen. Um nur einen Großbaum wie eine 100-jährige Buche, die an einem Sommertag der Umgebungsluft ca. 9.400 l CO2 (= ca.18 kg CO2) entziehen und 9.400 l Sauerstoff (=ca. 13,4 kg) freisetzen kann sowie im Laufe eines Jahres bis zu ca. 1.000 kg Staub und Schadstoffe aus der Stadtluft filtert, in ihrer Umweltwirkung zu ersetzen, müssten rund 2000 Jungbäume mit einem Kronenvolumen von rd. 1m² eingepflanzt werden.

Das Klima wird sich weiter erwärmen. Nach den Erkenntnissen der Klimaforschung ist die Sicherung von Frei- und Grünflächen für Städte und Ballungsräume zur Anpassung an den Klimawandel unverzichtbar. Insbesondere im dicht bebauten Talkessel des Rheins ist es für die Umwelt- und Wohnqualität von großer Bedeutung, möglichst viele Bäume und Freiflächen zu erhalten. Jeder Baum der gefällt wird, kann im Sommer keinen Schatten mehr spenden und kein CO2 binden. Jede versiegelte Grünfläche kann nicht mehr als Kaltluftbildungs- oder Regenversickerungsfläche und auch nicht der Tierwelt als Lebensraum dienen.

Der BBB setzt sich daher für einen ganzheitlichen Natur- und Lebensraumschutz und damit für biologische Vielfalt in unserer Stadt ein. Dazu gehört es, auf den Erhalt größerer Grünflächen mit Bäumen, Gebüschen und Gehölzen zu achten und den Flächenverbrauch durch Baumaßnahmen zu begrenzen. Ziel ist eine klimaangepasste wie nachhaltige Stadtentwicklung, die sowohl den Menschen als auch der Natur langfristig gerecht wird.

*In den Jahren von 2014 bis 2020 hatte beispielsweise die Koalition aus CDU, Grünen und FDP jährlich ca. 1.200 Bäume fällen lassen. Davon sind nur ein Drittel in Bonn nachgepflanzt worden.